4.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden für 27.000 Gäste
Auf dem noch karnevalistisch geschmückten Saal im Gasthaus „Alt Wieren“ waren zur Jahreshauptversammlung fast 100 Mitglieder des Wierener Schwimmbadbetreibervereins Aktion Sommerbad Wieren (ASW) gekommen. Die Rechenschaftsberichte des Vorsitzenden Moritz Rau und der weiteren 14 Vorstände wurden immer wieder von Beifall unterbrochen. In der Tat konnte sich die Bilanz sehen lassen. Stolze 4.700 ehrenamtliche Arbeitsstunden in den ASW-Teams Arbeitseinsatz, Veranstaltungen, Kassen- und Putzdienst, Rettungsschwimmer und Vorstand listete der Vorsitzende auf. An den 101 Öffnungstagen kamen 27.000 Besucher in das Freibad. „Die benachbarte Grundschule in Wieren verlässt kein Kind ohne Schwimmen zu können.“ konstatierte der Badleiter. Torsten Sawalski war erfreut, dass alle drei Badmitarbeiter in der Saison keinen einzigen Fehltag aufwiesen.
In den Zahlen der Schatzmeisterin Birgit Weißert (fast 30.000 Euro Fehlbetrag) wurde der Erfolg erst auf den zweiten Blick sichtbar, denn 43.000 Euro mussten allein für den Bau der Rohrleitungen zum Anschluss an die Wärmeversorgung der Grundschule gezahlt werden. Wann sich diese wegweisende Nahwärmekooperation sich in Ersparnis niederschlägt ist noch offen. Eckhard Bombeck vom zuständigen Ausschuss der Samtgemeinde Aue bei seinen Grußworten: „Die Verwaltung arbeitet noch am Kostenkonzept.“
An außergewöhnlichen Veranstaltungen wie Reaparturcafe, „10. Wierener swim and run“ und Haarschneideaktion mit Familiengottesdienst mangelte es nicht stellte Janett Timm zufrieden fest. Inga Hilbig blickte voraus. Am 25. Mai soll „angeschwommen“ werden. Da gibt es gleich etwas zu feiern. Die ASW wird 25 Jahre alt. Es folgen gemeinsam mit dem TuS Wieren „swim and run“ (14. Juni), 2. Juli der Dauerbrenner „Raus aus der Schule, rein ins Bad“ und am 6. Juli zusammen mit „Wieren2030“ ein weiteres Reparaturcafe“. Die Haarschneidaktion (9. August) folgt, Mit Sommerbadgottesdienst und Klamottenschwimmen soll die Saison am 31. August enden.
Kann das alles finanziert werden? frage Silke Burmester beim Wirtschaftsplan. Ja, nur wenn der freiwillige erhöhte Zuschuss der Samtgemeinde fließt. Grund genug für Wrestedts stellvertretenden Bürgermeister Torben Schoop einzuhaken. Die Gemeinde kann sich vorstellen, wie im Haushaltsicherungskonzept der Samtgemeinde Aue formuliert, zukünftig die Trägerschaft für die Bäder in Stadensen undWieren zu übernehmen.
