Noch einmal volle Liegewiese, noch einmal Sprungbretter, noch einmal Applaus: Mehr als 500 Besucher verabschiedeten sich am Sonntag im Sommerbad Wieren von der Badesaison. Zum Finale hatte das von der Aktion Sommerbad Wieren (ASW) ehrenamtlich betriebene Freibad noch einmal einiges zu bieten – und verwandelte sich zeitweise sogar in eine kleine Freilichtbühne.
Wer beim Blick aufs Schwimmbecken zunächst seinen Augen nicht traute, hatte einen der Frisierstühle des Haarservice-Teams entdeckt. Haare schneiden mit Blick auf Rutschen, Sprungbretter und Wasserbecken – ungewöhnlicher kann ein Friseurbesuch kaum sein. Einige auswärtige Gäste ließen sich außerdem beim „Klamottenschwimmen“ den letzten Badespaß der Saison nicht entgehen.
Der Mittelpunkt des Vormittags war der Sommerbadgottesdienst auf der Liegewiese. Rund 200 Besucher verfolgten den Gottesdienst unter freiem Himmel. Der Posaunenchor unter der Leitung von Imke Strampe sorgte für den musikalischen Rahmen, Pastorin Susanne Schulz hielt die Predigt. Besonders stimmungsvoll: Eine Taufe gehörte zum Gottesdienst.
Danach wechselte die Stimmung zum Geselligen. Fruchtige Drinks und Thermomix-Köstlichkeiten standen bereit. Auf der Terrasse wurde beim Frühschoppen angestoßen und ein deftiges Mittagessen serviert. Wer danach noch Platz hatte, konnte sich am Tortenbuffet bedienen.
Dann hieß es: Bühne frei auf der Liegewiese!
Christiane Brandes hatte ein abwechslungsreiches Showprogramm zusammengestellt. Den Auftakt machten die „Tanzmäuse“ des TuS Wieren. Unter der Leitung von Shagana Thavararaja wirbelten die jungen Tänzerinnen über das Grün.
Moderator Torben Schoop kündigte anschließend ein Trio aus Eimke an. Und damit wurde aus der Sommerbadkulisse Wieren plötzlich die „Kulisse Eimke“. Die ansonsten für ihre Theaterproduktionen bekannte Gruppe nutzte das Freibad für eine besondere Vorpremiere.
Mit starken Stimmen und dezenten, gekonnten Tanzeinlagen gab es erste Kostproben aus dem Musical „Lullaby of Broadway“, das am 11. September in Eimke auf die Bühne kommt. Der Song der Nonne aus „Non(n)sens“ gehört bereits länger zum Repertoire. Zum Abschluss sorgte das italienische Finale mit Valentino Karl noch einmal für kräftigen Beifall.
Nicht weniger schwungvoll ging es anschließend mit der Tanzgruppe „Reflects“ vom Tanzstudio Graf aus Uelzen weiter. Acht Tänzerinnen zeigten auf dem ungewohnten Rasen, dass ihnen auch der fehlende glatte Hallenboden nichts ausmachte. Tempo und Dynamik stimmten – trotz der anstrengenden Choreografie. Das Publikum ließ die Gruppe von Lina erst nach einer Zugabe von der improvisierten Bühne.
Und natürlich durfte zum Saisonabschluss das Wasser nicht außen vor bleiben. Beim traditionellen Arschbombenwettbewerb standen 13 Springerinnen und Springer auf den Brettern und hofften auf die größte und schönste Wasserfontäne. Die Jury mit Kay und Inga Hilbig hatte genau hinzusehen.
Am Ende hatte Veit Neumann aus Bollensen die Nase vorn. Seine Arschbombe vom Sprungbrett sorgte für die schönste und höchste Wasserfontäne. Josa Striecks aus Wieren überzeugte vom Dreimeterbrett, während Mathilda Rau als jüngste Teilnehmerin vom Einmeterbrett für Aufmerksamkeit sorgte.


